Ausflugsziele auf Rügen
Kap Arkona
Wer es bis an die Nordspitze der Insel Rügen schafft, wird doppelt belohnt. Das Kap Arkona glänzt nämlich mit gleich zwei sehenswerten Leuchttürmen: einem 1826/27 nach Karl Friedrich Schinkel erbauten und einem jüngeren, noch heute funktionstüchtigen Leuchtturm aus dem Jahre 1902. Aber auch die imposante, 46 Meter hohe Steilküste, die alte Slawenburg und das kleine Fischerdorf Vitt sind unbedingt einen Besuch wert.
Kreideküste
Die Halbinsel Jasmund im Nordosten Rügens trägt die Spuren eiszeitlicher Verformung so offen wie kaum eine andere Landschaft in Deutschland. Beeindruckendes Zeugnis der Jahrtausende, in denen auch die Insel Rügen von Meerwasser und Gletschern bedeckt war, sind die Kreidefelsen. Der Königsstuhl ist mit 118 Metern der höchste, die Wissower Klinken sind die bizarrsten Kreidefelsen. Sie haben nicht nur den romantischen Maler Kaspar David Friedrich zu außergewöhnlichen Kunstwerken inspiriert, sondern sind seit Hunderten von Jahren Anziehungspunkt für Groß und Klein.
Nationalparkzentrum Königsstuhl
Das Nationalparkzentrum Königsstuhl fasziniert seine Besucher mit einer einmaligen Ausstellung über die naturgeschichtliche Entstehung der Region. In einer Zeitreise können Kinder und Erwachsene gleichermaßen eintauchen in die Tiefe der Ostsee und ihre Entwicklung über die Jahrtausende hinweg beobachten, begreifen und bestaunen. Sei es auf einem Rundgang vorbei an Gletschern und Urzeittieren, im Multivisionskino mit Eindrücken vom Nationalpark Jasmund oder auf dem Naturspielplatz mit Abenteuerparcour - ein wunderbarer Tag für die ganze Familie ist garantiert.
Insel Hiddensee
Wussten Sie, dass die Insel Hiddensee Deutschlands sonnenreichster Standort ist? Schon seit über einhundert Jahren fühlen sich nicht nur Maler, Schauspieler und Schriftsteller vom Spiel der Wellen und des Lichts magisch angezogen. Viele Urlaubsgäste und Tagesausflügler schätzen den unwiderstehlichen Charme des „Söten Lännekens" - sei es im Sommer oder im Winter. Obendrein stört auch heute kein Auto die Ruhe der von Wind und Wetter geprägten Landschaft. Mit der Fähre von Stralsund oder Schaprode auf Rügen ist schon die Anfahrt ein zünftiges Erlebnis für Groß und Klein.
Jagdschloss Granitz
Auf dem 109 Meter hohen Tempelberg im Südosten der Insel Rügen prangt das kurz vor der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Jagdschloss Granitz. Vom Mittelturm aus mit seinen 154 Stufen hat der Besucher eine wunderbare Aussicht auf die vielfältige Landschaft der Insel: im Norden über eine weite Ebene bis hin nach Bergen, im Osten das weite Meer gesäumt von malerischen Buchten und Halbinseln, im Süden den Greifswalder Bodden mit einem Streifblick auf die Insel Usedom am Horizont und im Westen grüßen die weiß leuchtenden Gebäude am Circus in Putbus und aus der Ferne die Kirchtürme Stralsunds und Greifswalds. Das Erdgeschoss des Jagdschlosses ist seit 1994 wieder für Ausstellungen geöffnet.
Stadthafen Sassnitz
Sassnitz ist mit seinem Fährhafen Mukran das Tor nach Skandinavien und ins Baltikum. Wer Hafenatmosphäre liebt, Fischerbooten, Segelschiffen und zauberhaften Yachten beim Ein- und Auslaufen zusehen möchte, kommt bei einem Bummel über die Hafenanlagen und an der längsten Außenmole Europas vorüber voll auf seine Kosten. Die Stadt verfügt über einige Museen und Ausstellungen, viele kleine Resturants und Geschäfte, die einen kurzweiligen Urlaubstag versprechen, auch wenn die Sonne mal nicht scheint.
Stadt Putbus
Putbus als alte Residenzstadt des Fürsten Wilhelm Malte ist die „Weiße Stadt" der Insel Rügen. Der einmalige, gut erhaltene klassizistische Stadtkern weckt bis heute die Bewunderung zahlreicher Gäste und Urlauber. Das 1819 erbaute, beeindruckende Stadttheater wird seit seiner Restaurierung 2002 wieder mit einigen Vorstellungen bespielt. Aber auch der Schlosspark mit seinem riesigen Freiwildgehege und die Orangerie sind unbedingt einen Ausflug wert.
Kleinbahn Rasender Roland
Der Rasende Roland ist eine Kleinbahn auf der Insel Rügen, die schon seit mehr als hundert Jahren einige Badeorte der Insel miteinander verbindet. 1895 eröffnet, dampften die ersten Loks mit ihren Waggons von Putbus nach Binz. Heute gibt es außerdem noch Bahnhöfe in Sellin, Baabe und Göhren. Mit der Rügenbahn zu fahren ist nicht nur eine Attraktion für viele Kinder, sondern auch für Eisenbahnliebhaber und Sammler aus aller Welt. Acht Dampflokomotiven und viele traditionsbewusst restaurierte Waggons verkehren auf der 26 km langen Strecke.
Rügenpark Gingst
Haben Sie Lust, die ganze Insel Rügen an einem einzigen Tag zu erleben? Dann begeben Sie sich am besten in den Miniatur- und Erlebnispark Gingst. Neben einem Nachbau der Insel gibt es hier etwa 80 weitere Modelle, wie z. B. den Deutschen Reichstag oder die berühmte Pariser Notre Dame zu bestaunen. Den liebevoll gestalteten Park kann man sich zu Fuß erschließen oder aber mit der Parkeisenbahn Emma durchqueren - auf diesem Weg gibt es sogar eine fachkundige Führung. Der Park ist in der Saison von April bis Oktober geöffnet.
Rügens Strände
Die Ostsee ist bekannt und außerordentlich beliebt wegen ihrer endlosen, feinsandigen Strände und einem Zugang zum Meer, der fast überall zum Baden einlädt. Neben hervorragender Wasserqualität sprechen auch eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer im Verlaufe des Jahres und das Fehlen jeglicher Gezeiten für einen entspannten und genussvollen Badeaufenthalt an den Stränden der Insel Rügen. Besonders beliebt bei Urlaubern und Einheimischen sind die Strände in Binz, Baabe, Göhren, Sellin, Thiessow, Prora und Juliusruh.
Alleen
Auf der Insel Rügen liegt, beginnend im Ostseebad Sellin, der nordöstlichste Abschnitt der Deutschen Alleenstraße. Malerisch leiten alte Eichen- und Kastanienalleen, teilweise noch kopfsteingepflastert, den wohlwollenden Besucher nicht sehr schnell, dafür aber um so romantischer über den Süden der Insel: Sellin, Putbus, Garz, Poseritz und Altefähr. Erhascht man einen Blick unter dem grünen Blätterdach hindurch, entdeckt man historische Dorfkerne mit uralten Feldsteinkirchen oder sanfte Hügellandschaften, die an die Schiebebewegungen der letzten Eiszeit erinnern.
Boddenküste
Boddengewässer gibt es viele an der Ostsee. Durch ihre geschützte Lage in weiten Buchten und den engen Zugang zum offenen Meer entwickelt sich oft eine ganz typische und prägende Flora und Fauna in diesen Gebieten. Die Bodden auf der Insel Rügen kann man sich auf überwiegend gut befestigten Rad- und Wanderwegen erschließen. Das im Verhältnis zur Ostsee warme Wasser, die schwache Strömung, sanfter Wellengang und viele feine Sandstrände laden besonders Familien mit Kindern zum Urlaubmachen ein.
Ostseebad Binz
Das Ostseebad Binz blickt auf eine Geschichte zurück, die bis weit in die Zeit der slawischen Besiedlung zurückreicht. Viel später, ab 1830, lud der Fürst Wilhelm Malte zu Putbus seine Gäste zum Bade an der Mündung der Ahlbeck. Von da an entwickelte sich das Örtchen zu einem beliebten Ostseebad für Einheimische und Touristen mit wohl der schönsten Bäderarchitektur auf der ganzen Insel. Durch die politische Wende in der DDR veränderte sich auch in Binz seit 1990 eine Menge. Frühere Eigentümer erhielten ihre Villen im Ortskern und an der Strandpromenade zurück. Sie kümmerten sich häufig um eine aufwändige und liebevolle Sanierung der alten Gebäude, so dass Binz heute in neuem Glanz erstrahlt. 1994 weihten die Binzer gemeinsam mit vielen Gästen ihre 370 Meter lange Seebrücke ein.
Ostseebad Sellin
Wie bei vielen anderen Orten auf Rügen auch liegen die Wurzeln Sellins in der Zeit, als die Insel von Slawen besiedelt war. 1295 wurde die „Zelinische beke" zum ersten Mal in den Urkunden erwähnt. In den letzten Jahrhunderten gehörte Sellin zur Grundherrschaft der Fürsten zu Putbus. Aber erst mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert begann die Blütezeit als Ostseebad. Der Zugang zur Ostsee wurde mit einer breiten Allee und Promenadenwegen ausgebaut. Bis 1912 erhielt der Ort mit vielen prächtigen Villen im Stil der Bäderarchitektur sein bis heute prägendes Gesicht. Unverwechselbares Wahrzeichen des Ortes aber ist seine Seebrücke, die sich im Laufe der Jahrzehnte zwar erheblich verändert hat und teilweise abgerissen werden musste, seit 1998 aber komplett wieder aufgebaut an alte Zeiten erinnert.
Ostseebad Baabe
Schon 1252 wurde Baabe zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das alte Fischerdorf blühte am Ende des 19. Jahrhunderts wie viele kleinere Ortschaften der Insel Rügen auf und entwickelte sich in rasantem Tempo zum beliebten Ostseebad. Heute kann der Ort ein ganz besonderes Zertifikat vorweisen. Das Ostseebad Baabe ist die erste allergikerfreundliche Gemeinde und als solche besonders auf Touristen mit speziellen gesundheitlichen Problemen spezialisiert. Sie finden hier in vielen Hotels und Appartements, aber auch in den kommunalen Einrichtungen wie zum Beispiel dem Haus des Gastes ideale Bedingungen und Angebote, um die Urlaubszeit oder eine Kur zur Erholung und Gesundheitsförderung zu nutzen.
Ostseebad Göhren
Göhren liegt auf der Halbinsel Mönchgut am südöstlichsten Zipfel der Insel Rügen. Seinen Aufschwung als Badeort nahm Göhren mit der Anbindung an die Bahnlinie der Kleinbahn „Rasender Roland" zum Ende des 19. Jahrhunderts. Wunderbare Villen entstanden im Stil der Bäderarchitektur. Die Badegäste kamen und mit ihnen die Mittel und Möglichkeiten, den Ort weiter auszubauen: Eine Strandpromenade, die Seebrücke, ein Musikpavillon und viele gut gepflegte Grünanlagen prägen das Ortsbild bis heute. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Ostseebad Göhren eine ganz spezielle Auszeichnung erarbeitet. Wegen der guten Qualität des flachen Strandes, hervorragend geführter Hotels, Pensionen und gastronomischer Einrichtungen mit vielen auf Familien mit Kindern zugeschnittenen Angeboten erhielt das Ostseebad das Qualitätszeichen für besonders familienfreundlichen Urlaub des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Maskottchen, seine Majestät Gustav I., residiert fortan im Städtchen und freut sich auf alle Besucher - besonders die jüngsten.
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